Steckbrief Europäisches Eichhörnchen
Größe, Gewicht, Körperbau, Fell und Winterruhe – das Wichtigste über unsere heimischen Eichhörnchen auf einen Blick.

Das in Deutschland heimische Eurasische oder Europäische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) ist ein tagaktiver, sehr geschickter Kletterkünstler. Abgesehen von der Paarungszeit leben Eichhörnchen als Einzelgänger.
Auf einen Blick
- Gewicht: 200 bis 400 Gramm
- Körperlänge: 20 bis 25 Zentimeter (Kopf bis Rumpfende)
- Schwanz: 15 bis 20 Zentimeter, buschig und zweizeilig behaart
- Zähne: 22, ohne Eckzähne
- Winter: kein echter Winterschlaf
- Fellwechsel: zweimal im Jahr
Körperbau
Der buschige Schwanz dient beim Klettern und Springen als Balancierstange. Auf dem Boden tragen Eichhörnchen ihn hochgestellt über dem Rücken, beim Schlafen decken sie sich damit zu – das zeigen schon die Jungtiere, die zu uns gebracht werden.
Dass Eichhörnchen kopfüber Baumstämme hinunterklettern können, verdanken sie ihren kräftigen Pfoten und sehr beweglichen Fußgelenken. Die Vorderpfoten haben vier lange Finger mit starken Krallen, der Daumen ist nur noch ein kleines Polster. Die überproportional langen Hinterbeine haben fünf Zehen. Weiche Sohlenpolster geben Halt – an Bäumen ebenso wie an rauen Hausfassaden.
Männchen und Weibchen lassen sich aus der Entfernung weder an Fellfarbe noch an Größe unterscheiden.
Am Boden in Gefahr
Auf dem Boden bewegen sich Eichhörnchen in Sprüngen und sichern dabei ständig ihre Umgebung. Dort sind sie deutlich langsamer als in den Bäumen – und werden so leichter Opfer von Hunden, Katzen oder Autos. Besonders gefährdet sind junge Eichhörnchen, die zum ersten Mal ohne ihre Mutter unterwegs sind.
Fell und Farben
Das Fell ist meist kurz und seidig, der Bauch mehr oder weniger weiß. Die übrige Fellfarbe reicht von Rot bis fast Schwarz – alle Farbvarianten gehören zur selben Art (siehe Schwarze Eichhörnchen).
Im Winter ist das Fell dichter und oft dunkler, die Ohrpinsel sind länger und sogar die sonst nackten Fußsohlen sind behaart.
Kein echter Winterschlaf
Eichhörnchen polstern ihren Kobel für den Winter warm aus, wachen aber alle paar Tage auf und brauchen dann Futter und Wasser. Im Sommer legen sie viele Nussverstecke an, erinnern sich im Winter aber nicht an alle. Bei schlechtem Wetter kann die Suche gefährlich werden – ein Futterhäuschen mit Nüssen im Garten hilft dann sehr.