Wann braucht ein Eichhörnchen Hilfe?
Woran Sie erkennen, dass ein Eichhörnchen menschliche Hilfe braucht – und warum zahme „Nachläufer“ keine Tollwut haben.

Nicht jedes Eichhörnchen, das man zu Gesicht bekommt, ist in Not. In den folgenden Situationen ist aber immer Hilfe notwendig:
- Das Tier ist sichtbar verletzt oder wirkt stark geschwächt.
- Ein Jungtier sucht aktiv Kontakt zu Menschen: Es läuft hinterher, versucht an Beinen hochzuklettern oder lässt sich hochnehmen.
- Ein Jungtier liegt allein am Boden oder ein Kobel ist abgestürzt – etwa nach einem Sturm oder bei Baumfällarbeiten.
- Auf dem Tier sind Fliegeneier, Maden oder viele Parasiten zu sehen.
- Ein erwachsenes Tier ist tot oder schwer verletzt und hat sichtbare Zitzen – dann warten vermutlich Jungtiere im Kobel.
Keine Angst vor „Nachläufern“
Junge Eichhörnchen, die Menschen hinterherlaufen, sind nicht selten. Sie sind nicht an Tollwut erkrankt, nur weil sie so zahm wirken: Deutschland gilt seit 2008 als frei von terrestrischer Tollwut. Solche Tiere sind in großer Not und brauchen wirklich menschliche Hilfe.
Was dann zu tun ist
- Das Tier vorsichtig sichern – kleine Jungtiere können Sie mit der eigenen Körperwärme wärmen, erwachsene Tiere nur mit Handschuhen oder einem Handtuch aufnehmen.
- In einen Karton mit Handtuch und Luftlöchern setzen und langsam wärmen.
- Nichts füttern und nichts zu trinken geben.
- Uns sofort anrufen. Gemeinsam klären wir, was als Nächstes nötig ist.
Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie auf der Seite Eichhörnchen gefunden?.
Wo Kobel zu finden sind
Eichhörnchen bauen ihre Nester – die Kobel – nicht nur in Bäumen. Man findet sie zum Beispiel an Hochhäusern, auf Balkonen, im Efeu oder wilden Wein, in Baumhöhlen, in alten Nadelbäumen und sogar in Dachrinnen.