Sturm und Baumfällarbeiten
Eichhörnchenbabys kommen schon ab Januar zur Welt. Worauf Sie bei Stürmen und vor dem Fällen eines Baumes achten sollten.

Eichhörnchenbabys kommen bereits im Januar zur Welt – und jedes Jahr werden ganze Würfe Opfer von Baumfällarbeiten.
Vor dem Fällen: Bäume prüfen
Bitte prüfen Sie vor Fällarbeiten unbedingt, ob sich ein Kobel oder ein Nest im Baum befindet. Auch eine Baumhöhle kann bewohnt sein. Höhlen- oder Quartierbäume sind geschützt und dürfen nicht einfach gefällt werden.
Ebenso gilt: Spechtlöcher, Dacheinstiege und andere Hohlräume erst verschließen, wenn sicher ist, dass sich keine Tiere darin befinden.
Nach einem Sturm
Gerade bei Stürmen und Gewitterstürmen fallen immer wieder Kobel aus den Bäumen. Neugeborene Eichhörnchen sind dann völlig hilflos: Sie sind noch blind, hören kaum und können sich nicht festklammern.
- Nackte oder fast nackte Jungtiere kühlen sofort aus – selbst bei warmem Sommerwetter.
- Beim Sturz aus großer Höhe erleiden sie oft ein Schädel-Hirn-Trauma oder Knochenbrüche.
- Neugeborene Eichhörnchen werden häufig für junge Mäuse oder Ratten gehalten und deshalb liegen gelassen.
Finden Sie einen gefällten oder umgestürzten Baum, sehen Sie bitte nach, ob dort noch ein Kobel liegt. Wenn ja, rufen Sie uns bitte so schnell wie möglich an – die Kleinen brauchen sehr schnell professionelle Hilfe.
Achtsam unterwegs sein
Abgestürzte Jungtiere können nicht flüchten und quieken nicht einmal warnend. Gehen Sie deshalb bitte aufmerksam durch Gärten, Parks und Wälder. Manche Jungtiere liegen regungslos am Boden, andere laufen Menschen verzweifelt hinterher. Diese Tiere befinden sich in großer Not.
Rückführung zur Mutter
Wird ein Kobel bei Fällarbeiten direkt gefunden und sind die Kleinen gesund und nicht verletzt, kann mit unserer Unterstützung eine Rückführung zum Muttertier versucht werden. Zögern Sie bitte nicht, uns anzurufen.